Wie einfach ist Führen tatsächlich? Braucht es nur ein paar Grundregeln ähnlich dem 1×1, um erfolgreich darin zu sein? Also 10 simple Regeln, ein Führungs-1×1, das man zu befolgen hat und …schwups… man führt erfolgreich? Ist das alles?

Braucht es nicht mehr für eine gute Führungskraft?

Führen ist eine komplexe Aufgabe! Es braucht Organisations-, Beziehungs- und Selbstmanagementkompetenzen – dazu einiges an Routine und Erfahrung!

Aber wir haben die Erfahrung gemacht, dass es ein paar Grundregeln gibt, die eine wichtige Basis für das erfolgreiche Führen bilden. Sie sind sozusagen die Mindestanforderung und -ausstattung, die eine gute Führungskraft erfüllen muss:

  1. Gib Orientierung – einfach und klar – so, dass Zielsetzungen transparent sind: Um gemeinsam an einem Strang zu ziehen, braucht es gemeinsame Ziele, die erfüllt werden sollen. Eine gute Führungskraft gibt die Ziele für die MitarbeiterInnen vor.
  2. Achte Zuständigkeiten und Abläufe, so dass Ressourcen geschont werden: Um reibungslos zu funktionieren, braucht eine Organisation/ein Unternehmen klare Zuständigkeiten und Abläufe. Erfolgreiches Führen bedeutet, sie zu achten.
  3. Gewährleiste die richtige Anzahl an MitarbeiterInnen – zu viele sind zu teuer, zu wenige ein zu hohes Risiko! Hier heißt es abwägen: Ungenutzte Personalressourcen kosten enorm viel, Unterbesetzung aber auch. Es gilt, den tatsächlichen Bedarf zu ermitteln und die Aufgaben effizient zu verteilen.
  4. Kenne Deine MitarbeiterInnen, achte und wertschätze sie! Eine Führungskraft ist nicht nur für das Erreichen festgelegter Ziele verantwortlich, sondern auch für die Personen, durch deren Arbeit sie erreicht werden. Jeder Mensch will wahrgenommen, angenommen und wertgeschätzt werden – das gilt auch im beruflichen Kontext.
  5. Fordere und fördere Jede/n individuell– nutze dazu die vielfältigen Möglichkeiten im Alltag! So viele MitarbeiterInnen es gibt, so viele unterschiedliche Persönlichkeiten sind auch im Team vorhanden, jede mit ihren eigenen Stärken und Schwächen, sowie individuellen Bedürfnissen, um Bestleistungen zu erbringen.
  6. Du bist verantwortlich für die Stimmung, den Umgangston, also die Kultur im Team! Die Führungskraft übernimmt hier eine Vorbildfunktion –wie sie sich verhält, hat Auswirkungen auf den Umgang im Team, miteinander und mit der Führungskraft!
  7. Sei ausnahmslos positiv und zuversichtlich! MitarbeiterInnen brauchen Motivation. Da diese nicht nur als intrinsische Motivation von innen heraus kommen kann, braucht es die Zuversicht und den Optimismus der Führungskraft, die als extrinsische Motivation auf die MitarbeiterInnen wirkt.
  8. Sei innovativ und kreativ – offen für neue Ideen und Lösungen! Nicht alles, was lange bewährt ist, ist auch automatisch das Beste. Oftmals gibt es starre Prozesse, die festgefahren sind. Außerdem lässt sich nicht jedes Problem nach dem Schema X lösen. Kreative und innovative Lösungen sind gefragt!
  9. Blick immer nach vorne! Erfolge, die in der Vergangenheit liegen, sind schön, aber es gilt immer, die Zukunftsvision vor Augen zu haben und auf diese hinzuarbeiten.
  10. Bleib Dir treu und übernimm für Dein Tun Verantwortung! Menschen schätzen Authentizität und Verantwortungsgefühl. Während zweiteres für eine Führungskraft als selbstverständlich vorausgesetzt wird, ist die Authentizität zu wahren für viele wesentlich schwieriger – die Arbeit an sich selbst wird aber belohnt.

Diese Grundregeln garantieren ein faires Miteinander, das MitarbeiterInnen dauerhaft an ein Unternehmen bindet! Und sie ermöglicht jedem/r MitarbeiterIn die Chance auf einen erfüllenden Job.