Führungsjobs sind heutzutage besonders anspruchsvoll. Der hohe Energieverbrauch, den Führungskräfte täglich erleben, ist auf verschiedenen Ebenen spürbar: Auf psychischer Ebene ist der straffe, oftmals halbstündig getaktete Terminplan eine Herausforderung. Auf emotionaler Ebene führen Entscheidungsdruck und die Verantwortung in manchen Situationen an die Belastungsgrenze. Auf mentaler Ebene ist in veränderungsstarken Zeiten die eigene Zuversicht wegweisend für das gesamte Team. Wie kann also gesichert werden, dass es einem auf allen Ebenen dauerhaft und langfristig gut geht? Wo findet man den notwendigen Ausgleich? Japanische Forscher meinen die Antwort darauf zu wissen: Im Wald – Forest bathing!

Forest bathing mindert Stress und Krebsrisiko

Ein Kurzurlaub in reizarmen Gegenden und meditative Wanderungen in der Natur bieten die notwendige Entschleunigung und fördern somit Entspannung. Kein Wunder, dass die Nachfrage steigt und die Auszeit in der Natur gefragt ist. In Japan kennt man das Forest bathing bereits seit 1982. Dort haben nämlich Forscher herausgefunden, dass in der Natur verbrachte Zeit Stress senkt und sogar helfen könnte, Krebs zu bekämpfen.

Ein Revival der Sommerfrische tut allen gut

In Österreich wurde ab Mitte des 19. Jahrhunderts die Sommerfrische fester Bestandteil der Aristokratie und des wohlhabenden Bürgertums. Sie verbrachten die Sommermonate meist in dafür errichteten Saisonvillen. Aus der Stadt raus aufs Land – eine zeitliche Verlegung des Wohnortes zum Zwecke der Erholung. Wiener Ärzte, Künstler, höhere Beamte oder Wirtschaftstreibende zog es vorzugsweise ins Salzkammergut, ins Mariazellerland, auf den Semmering, ins Kamptal und in den Wienerwald. Es wurde zwar auch gearbeitet, aber in entspannter Atmosphäre, unterbrochen von Festen und freizeitlichen Aktivitäten – ein nostalgisches Sittenbild der 70er- und 80er-Jahre.

Doch was hat das mit unserem Entspannungsbedürfnis im Jahr 2017 zu tun? Steht uns ein Revival der Sommerfrische bevor? Möglicherweise ja – denn in jedem Fall ist es besonders nützlich in der Natur zu entspannen, wenn wir im Job emotional und mental stark beansprucht sind. Ein Spaziergang oder langsames Laufen nach einem anstrengenden Tag, eine Wanderung am Wochenende in der freien Natur oder ein Kurzurlaub in den nahen ehemaligen Sommerfrischegebieten bewirken emotionale und mentale Entspannungswunder, die sich auch physisch positiv bemerkbar machen.

Die Natur hilft zu entspannen

So machen wir uns den positiven Energieaustausch mit den Bäumen nach dem japanischen Vorbild zu Nutze. Wir erhalten uns unsere Leistungsstärke und Fitness und im Falle besonderer Anstrengungen im Job ist es wichtig, Wiederholungstäter zu sein – täglich im Park, wöchentlich im nahen Erholungsgebiet und vierteljährlich ein verlängertes Wochenende im reizarmen, natürlichen Umfeld. Wer so auf den Geschmack der Erneuerung gekommen ist, ist vielleicht sogar für einen Urlaub an der Nordsee bereit. Weite, kilometerlange Strände ohne Sonnenliegen und Sonnenschirme, ohne Eis- und Strandverkäufer. Naturnah, einsam, entspannend mit dem vergangenen Glanz und Charme der 80er. Angenehme Langeweile ist vorprogrammiert.

Sollten Sie diese Entspannungskuren in die Stadt holen oder im Alltag als sinnvolle Ergänzung nutzen wollen, empfehlen wir Coachingmethoden, die derartige Tiefenentspannung ermöglichen: Body-Mind-Soul Methode, das Ausbalancieren des mentalen, emotionalen und physischen Zustandes oder die Brain Reset Methode, die Muster durchbricht und Verhalten ändert.