Die Sommermonate sind zu Ende und mit ihnen auch der lang ersehnte Sommerurlaub. Manchmal sparen wir Jahre auf eine große Reise und wollen natürlich, dass alles perfekt wird. Wir haben riesige Erwartungen an die Unterkunft, die Landschaft, den Partner, die Mitreisenden, das Essen – und wollen alle schönen Momente und Eindrücke so lang wie möglich bewahren. Doch leider vergeht der ersehnte Sommerurlaub schnell und noch schneller sitzt man wieder gestresst im Büro. Dann wünscht man sich nichts sehnlicher als die Urlaubsgefühle zurück. Mit der Aktivierung der Sinne verspüren Sie auch zwischen den Büroakten wieder etwas Urlaubsfeeling: 

Sinne aktivieren, speichern und erneut abrufen

Es braucht ein bisschen mehr als nur gekaufte Mitbringsel, um erfolgreich den Urlaub in den Alltag mitzunehmen. Es braucht den Einsatz all unserer Sinne, um das Urlaubsfeeling so abzuspeichern, dass es jederzeit wieder abrufbar ist. Im Urlaub spazieren wir ständig mit dem Handy oder der Kamera herum, um möglichst viele Fotos für unsere Freunde/Angehörigen zu schießen. Dabei versäumen wir in einigen Fällen leider auch, den echten Augenblick intensiv wahrzunehmen. Um das zu verhindern, müssen wir ganz bewusst alle unsere Sinne – sehen, hören, tasten, schmecken, riechen – einsetzen. Im Coaching können Sie üben alle Sinne gezielt zu aktivieren, um den Moment intensiver wahrzunehmen. Damit kann dieser so umfassend abgespeichert werden, dass er in jeder Situation wieder abrufbar ist. Speziell in Alltagsstresssituationen kann es nämlich hilfreich sein, sich schöne Urlaubsmomente herzuholen. Aber gerade unter Stress neigen wir dazu, den einen Sinneskanal zu blockieren, den wir im Urlaub eingesetzt haben – umso besser, wenn auch auf allen anderen Kanälen die Informationen zusätzlich gespeichert sind.

Anleitung für Zuhause: Urlaubsfeeling per „Knopfdruck“

Verweilen Sie beim Strandspaziergang und nehmen Sie bewusst alle Eindrücke der Umgebung wahr: Welche Farben sehen Sie? Welche Töne und Geräusche hören Sie? Welche Gerüche nehmen Sie war? Wie fühlt sich die Sonne auf der Haut an? Wie fühlt sich der Sand an? Diese Eindrücke sollten so detailliert und intensiv wie möglich wahrgenommen werden. Und dann das Allerwichtigste: Welche Emotionen löst das bei Ihnen aus? Nehmen Sie das Gefühl im Körper wahr und halten Sie es fest. Das können Sie indem Sie den rechten Daumen auf die linke Handwurzel drücken. Mit etwas Übung können Sie dann das Körpergefühl wieder abrufen. Das funktioniert indem Sie den Daumen erneut auf die Körperstelle drücken, auf der Sie das Gefühl zuvor abgespeichert haben. So erhalten Sie per „Knopfdruck“ Instant-Urlaubsfeeling pur – zu jeder Zeit, in jeder Situation.

Glücksmomente in den Alltag nehmen

Tauschen Sie Ihre Urlaubshoffnungen und -erwartungen gegen echte einzelne Urlaubsglücksmomente ein. Gönnen Sie sich so oft wie möglich im Alltag derartige Auszeiten – hierfür reichen auch schon nur ein paar kurze Momente, die sich aber langfristig positiv auf Sie auswirken. In einem professionellen Coaching erlernen Sie die richtigen Entspannungsübungen. Zuhause können Sie schon mal üben:
Schließen Sie Ihre Augen. Lassen Sie vor Ihrem inneren Bild eine Szene aus Ihrem letzten Urlaub entstehen, die einen absoluten Glücksmoment darstellt. Lassen Sie in Ihrem inneren Bild alle Komponenten in satten, bunten Farben entstehen. Seien Sie detailgetreu und verfeinern Sie – soweit es Ihnen möglich ist – alle Ausführungen. Versuchen Sie, sich an Gerüche zu erinnern und ergänzen Sie damit das Bild. Lassen Sie Töne, Geräusche, Klänge dazu entstehen und aktivieren Sie ihren Tastsinn, der Ihnen die Beschaffenheit der unterschiedlichen Materialien vergegenwärtigt. Und zu guter Letzt, lassen Sie die glücklichen Emotionen in Ihrem Inneren entstehen. Wenn Sie jetzt ein Lächeln auf den Lippen haben und ein angenehmes, entspanntes, glückliches Körpergefühl vernehmen – haben Sie alles richtig gemacht.

Sie haben durch diese Entspannungsübungen die Möglichkeit im Alltag, beruflich oder/und privat qualitative Pausen zu nehmen. So wird dieses positive Urlaubsgefühl zu einem festen, alltäglichen Bestandteil. Sie erhalten so regelmäßige, kleine Auszeiten im Alltag und bewahren sich so vor überfrachteten Erwartungen, an die fünf Urlaubswochen im Jahr.

 

Hinweis: Bei personenbezogenen Bezeichnungen wurde aus Gründen der besseren Lesbarkeit die männliche Bezeichnung gewählt.