Einer schafft an, die anderen machen. Das ist das Bild von Führung in vielen Bereichen. Die Zeiten in denen Chefs vordenken und anweisen, und Mitarbeiter einfach nur umsetzen, sind jedoch vorbei.

Starre Strukturen und Regeln brachten optimale „Durchlaufzeiten“ und erhöhten den Output. Die Technologisierung ersetzte in den Produktionshallen oftmals Menschen. Doch Denkarbeit lässt sich nicht so einfach abrufen. Daher wurde das geistige Potenzial der Mitarbeiter beim Betreten des Firmengebäudes oftmals beim Portier abgegeben. Enge Vorgaben, deren Hintergrund nicht klar kommuniziert wird, können oft nur sehr schwer umgesetzt werden. Das Mitdenken ist ausgeschlossen, denn es ist von der Unternehmensleitung ja auch nicht wirklich erwünscht. Wie können nun diese alten Verhaltensmuster geändert werden?

Gemeinsam wirken: Alle denken mit!

Menschen wollen den Gestaltungsrahmen für ihr Schaffen im Beruf (mit-)gestalten. Das bedeutet: so wenige Regeln wie nur möglich als Rahmen für alle – und so viel Eigenverantwortung des Einzelnen wie nur möglich, innerhalb des Rahmens. Damit wird Mitdenken und Mitwirken erforderlich. Jeder muss auf das Verhalten der Kollegen achten, sich anpassen und sich auch inhaltlich einbringen. Die Devise lautet: Miteinander und Füreinander!

Wünsche ich mir als Führungskraft von meinen Mitarbeitern proaktives Involvieren und Engagement, dann braucht es auch entsprechende Freiräume in diesen Rahmenbedingungen – und es erfordert von Führungskräften ein Umdenken.

Teamorientiertes Führen: Haben Sie Mut zur Veränderung!

Es braucht Führungskräfte, die sich trauen, auch Neues zu wagen. Also Führungskräfte, die den Anfang wagen und ihre Mitarbeiter dazu einladen, mitzudenken und mitzugestalten. Selbstverständlich kann man es dabei nicht allen recht machen, denn Differenzierung ist gefragt. Das wiederum ist von den Führungskräften auszuhalten. Es ist eine Prozessarbeit, die einer Zielsetzung folgt, die Schritt für Schritt den Weg findet und die Betroffenen zu Beteiligten macht.

6 Faktoren damit der Weg zur Führungskraft als Coach gelingt:

  1. Neue Denkweisen: Ein Mindset-Wechsel bei Führungskräften und in Folge auch bei den Mitarbeitern ist grundlegend. Denn, das Zulassen der Führungskräfte braucht auch ein sich Einlassen der Mitarbeiter. Es braucht gegenseitiges Vertrauen und ein neues Miteinander, da man aufeinander angewiesen ist. Die Führungskraft hat ein bestimmtes Ziel. Der Weg dorthin ist offen und alle suchen ihn gemeinsam. An den Weggabelungen werden Entscheidungen miteinander getroffen. Und nur wenn man sich nicht einigen kann, wird im Ausnahmefall zur Führungskraft delegiert.
  2. Update der Kommunikationslinie: Es braucht neue Formen der Kommunikation. Zum einen Führungskräfte, die Fragen und Zuhören können. Zum anderen Mitarbeiter, die mitreden, ihre Gedanken aussprechen und auf das große gemeinsame Ziel ausgerichtet sind, statt nur auf die eigene, persönliche Nutzengewinnung.
  3. Erweiterung der Optionen: Das organisatorische Setting muss adaptiert werden. Neue Rahmenbedingungen sollen Freiräume geben und breitere Möglichkeiten bieten.
  4. Mut zur Differenzierung: Es zählt nicht mehr die Uniformität, sondern die Vielfalt! Doch das ist viel schwieriger zu managen, da man den Überblick nur mehr grob behalten kann und nicht mehr im Detail Bescheid weiß.
  5. Lösungsorientierung – Der Blick geht nach vorne: Die bisherige Analyse versuchte zu verstehen, was genau passiert ist. Dafür ist heute aber weder genug Zeit, noch lässt sich die Vergangenheit in der Zukunft fortschreiben. Zu wenige Parameter bleiben aufrecht, zu stark und markant sind die Veränderungen. Jetzt heißt es, sich auf Lösungen zu konzentrieren, eigene Ideen zu entwickeln und „Out-of-the-Box” zu denken.
  6. Balance finden: Nicht von einem Extrem ins andere fallen. Neue Schritte wagen. Sich auch mal etwas Neues trauen – getragen vom Wissen und den Erfahrungen, die man gesammelt hat.

Die Zukunft gehört agiler Führungshaltung

Wie können Führungskräfte lernen, eigene Denkweisen zu verändern, sich Fragetechniken anzueignen und so neu zu führen und den neuen Anforderungen, Erwartungen und Wünschen gerecht zu werden?
Indem Sie sich in Lernsituationen begeben, die den entsprechenden Mindset adressieren, wie beispielsweise das systemisch lösungsorientierte Denken.

Wir bieten in 4 Tagen einen umfassenden Einblick in eine neue Führungshaltung, interessante Fragetechniken und Coachingmethoden die geeignet sind, den Paradigmenwechsel vom Command & Control zur Führungskraft als Coach zu unterstützen. Das besondere Setting von nur vier Teilnehmern lässt viel Raum für eigene Beispiele und deren Lösungsfindung durch gemeinsames Diskutieren, Reflektieren und Probehandeln.

Kurz-Lehrgang: Die Führungskraft als Coach

Weg von der inhaltlichen Expertise hin zum Entwickler und Förderer von Innovationen und Changes.

Termine:
Modul 1: 03. / 04. März 2020
Modul 2: 22. / 23. April 2020

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Übrigens auch im Einzelcoachingsetting unterstützen wir Sie beim gewünschten Mindset und Behavior Change!

Weiterführende Links zum Thema:

Die Kunst des Fragens

Coachingskills

Hinweis: Bei personenbezogenen Bezeichnungen wurde aus Gründen der besseren Lesbarkeit die männliche Bezeichnung gewählt.